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Im Gebiet der Gemeinde Sigmarszell gibt es drei Kapellen. Da ist zuerst die Kapelle in Witzigmänn an der Straße zwischen Bösenreutin und Zeisertsweiler. Sie steht erst seit 1978 an dieser aussichtsreichen Stelle. Die alte Lourdeskapelle wurde 1903 am Knobel bei Bösenreutin errichtet. Magdalena Beer hatte sie aufgrund eines Gelübdes bauen lassen. In unserer verkehrsreichen Zeit fiel sie – wie manche andere bei uns auch – dem Straßenbau zum Opfer.
Die jetzige, sauber herausgeputzte Kapelle am Subersoesch ist aber dafür durch den Einsatz der Bösenreutiner unter der Bauleitung von Hans Stohr gebaut worden. Am 15. August 1978, an Maria Himmelfahrt, wurde sie feierlich eingeweiht. Seither wird alljährlich am Marientag hier das Pfarrfest gefeiert. Das zugängliche Innere zeigt die Lourdesgrotte. Nach Verlassen des kleinen Kirchleins, bietet sich noch ein grandioser Blick auf den Pfänder und die Vorarlberger Berge. Eine Sitzbank bei der Kapelle lädt dazu besonders ein.
Stark in Mitleidenschaft gezogen. Diese Kapelle ist schwer zu finden. Wenn man Niederstaufen in Richtung Opfenbach verlässt, geht nach einigen hundert Metern links ein Sträßlein nach Immen ab. Am Ortsende erwartet den Besucher dann das stark in Mitleidenschaft gezogene Häuschen. Schade, liegt es doch recht idyllisch unter einem riesigen Baum.
Interessant ist im Innern ein großes Kruzifix mit eigenartiger Christusfigur. Eine bäuerliche Arbeit schwer erklärbaren Alters.
Das älteste Gotteshaus finden wir in Kinberg. Wir zweigen dazu nach dem kurvenreichen Rohrach links ab und kommen auf einem kleinen Sträß-
chen zu dem in freiem Feld stehenden Gotteshaus. Die dem heiligen Wendelin, dem Bauernheiligen, geweihte Kapelle wurde wohl um 1698 von den einheimischen Brüdern King (König? Küng?) errichtet. Ab 1728 durfte hier sogar das Messopfer gefeiert werden.
1780 war sie schon einmal zum Abbruch bestimmt, konnte aber gerettet werden. Der kleine Hochaltar ist eine Arbeit aus dem letzten Viertel des 17. Jahrhundert und stammt wohl aus der Erbauungszeit. Das Bild mit dem Kirchenpatron Wendelin dort ist hingegen erst eine Schöpfung von 1928, wofür ein älteres Bild weichen musste. Aus dem 17. Jahrhundert sind die seitlichen Holzfiguren. Im Auszug des Altars finden wir eine Kopie des Wessobrunner Gnadenbildes, die nicht die einzige in unserem Landkreis ist. Die Seitenaltäre sind aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, zeigen aber ebenfalls Bilder aus späterer Zeit, nämlich von 1928. Die Auszüge an diesen Altären allerdings sind Arbeiten noch des 18. Jahrhunderts.
Zu empfehlen wäre der Besuch von St. Wendelin am besten zu dessen Fest, das am 20. Oktober gefeiert wird. Um diese Zeit nämlich findet hier seit 1931 der Wendelinsritt statt, zu dem Reitergruppen zu einem Festgottesdienst zusammenkommen. 160 Reiter waren zum ersten Fest erschienen, aus Niederstaufen, Hergensweiler, Hörbranz, Hohenweiler, Opfenbach, Bösenreutin und einer weiteren Reihe von Ortschaften. Sogar aus Oberreitnau kamen 16 Reiter.
Die Gemeinde Niederstaufen hatte damals dazu aufgerufen. Natürlich wurde das Fest schon viel früher, meist nicht ganz so aufwendig, immer wieder gefeiert. Besondere Feierlichkeiten etwa hatten im Jahre 1926 stattgefunden, da war der Besuch so enorm, dass der Festgottesdienst im Freien abgehalten werden musste.
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